Simulationspatienten

Was sind Simulationspatienten?

Simulationspatienten (SP) sind Personen, die im Rahmen von Unterricht oder Prüfungen eine Patienten-Biographie mit einem Krankheitsbild schauspielerisch darstellen und nach dem Spiel gezielt Rückmeldung (engl. „Feedback“) geben können. SP wurden zuerst in den 60er Jahren in den USA eingesetzt und sind mittlerweile in den meisten Europäischen und Anglo-Amerikanischen Ländern ein unverzichtbarer Teil in der Ausbildung von Ärzten und Absolventen anderer Gesundheitsberufe (u.a. Pflege, Physio- und Ergotherapie, Hebammen, Rettungsmedizin). SP müssen sowohl bezüglich der Rollen, als auch zum Erteilen des Feedbacks, das für den Lernerfolg der Studierenden der maßgebliche Teil ist, regelmäßig geschult werden.

Wir suchen aufgeschlossene und kommunikative Menschen ab 18 Jahren, die zeitlich flexibel sind, per e-Mail kommunizieren und einen sinnvollen Beitrag zur Ausbildung von Medizinstudierenden leisten wollen.

Dabei ist uns wichtig, dass Sie zwar Ihre Lebenserfahrung und Ihre kommunikative Kompetenz, nicht aber Ihre eigenen Erlebnisse als Patienten mit einbringen: SP spielen eine definierte Rolle, und nicht „sich selber in einer realen Patientenrolle“. Sollten Sie chronisch krank sein, so ist dies kein Hinderungsgrund für die SP-Tätigkeit, da Sie als SP nicht Ihre „echte“ Krankheit  darstellen. So soll gewährleistet werden, dass sich eigene Erlebnisse nicht mit der Rolle „vermischen“.

Wo werden Simulationspatienten an der Universitätsmedizin Göttingen eingesetzt? 

Wie werde ich Simulationspatient?

Senden Sie zunächst eine e-Mail an das Institut für Allgemeinmedizin:
allgemeinmedizin@med.uni-goettingen.de

Wir nehmen anschließend mit Ihnen Kontakt auf und werden Sie zu einer Unterrichts-Hospitation einladen. Es schließt sich dann ein persönliches Gespräch mit einem unserer Mitarbeiter an, in dem wir Sie kennenlernen, Sie über Ihre Motivation für die Tätigkeit als SP sprechen und wir erste Überlegungen für eine passende Rolle anstellen. Danach kommt es zu einem persönlichen Schulungstermin, bei dem wir Ihre schauspielerischen Fähigkeiten anschauen und gemeinsam entscheiden, ob Sie im Unterricht oder in Prüfungen eingesetzt werden können.

Wird die Tätigkeit als Simulationspatient finanziell honoriert?

SP erhalten eine Aufwands-Entschädigung in Höhe von 12,00 € pro 45 Minuten zuzüglich einer Erstattung für die Parkgebühr am Klinikum oder einer Busfahrkarte aus dem Göttinger Stadtbereich.

Rechtliches

SP gelten gegenüber der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) als „Probanden“ und stehen in keinem Beschäftigungsverhältnis mit der UMG. Für die Probanden besteht weder für den Einsatz noch für die Wege-Zeit ein Versicherungsschutz. Die mit der Vergütung zusammenhängenden steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten sind durch die Probanden selbst zu regeln.

SP werden zunächst für die Dauer eines Semesters eingestellt. Die Qualität der Lehre wird beständig überprüft. Sowohl die SP als auch das Institut für Allgemeinmedizin können unter Wahrung einer Frist bis zum Ende des laufenden Semesters das Probandenverhältnis beenden. SP verpflichten sich, die Inhalte aus Prüfungen und Unterricht streng vertraulich zu behandeln.

Ansprechpartner / Kontakt
Demmer
Dr. med. Iris Demmer
Telefon:
+49 (0) 551 39-22647
Pieper:
919-1469
Telefax:
+49 (0) 551 39-9530
E-Mail:
iris.demmer@med.uni-goettingen.de
Kleinert
Dr. rer. med. Evelyn Kleinert
Telefon:
+49 551-39-65302
Telefax:
+49 551-39-9530
E-Mail:
evelyn.kleinert@med.uni-goettingen.de