Bürger*innen-Beirat

zur Beratung von Forschungsprojekten – machen Sie mit!

Wissenschaftliche Forschung verfolgt das Ziel, Wissen zu erweitern und es anwendbar und nutzbar zu machen, um unterschiedliche Aspekte des menschlichen Lebens zu erleichtern und zu verbessern. In der Regel beteiligen sich Bürger*innen immer nur in der Patienterolle an Forschung: durch Teilnahme an einer klinischen Studie, an Telefoninterviews oder Befragungen zur Qualität der Gesundheitsversorgung. Wir Wissenschaftler*innen sammeln diese Daten (z. B. über Ihre Gesundheit) und werten sie aus. Das ist hier anders!

Wir wollen eine aktive Partnerschaft zwischen Bürger*innen auf der einen und Wissenschaft und Forschung auf den anderen Seite. So kann Ihre Stimme gehört werden und unsere Forschung beeinflussen.
Wir glauben, dass es wichtig ist, dass Sie Ihre Stimme und Perspektive in unsere Forschung einbringen, damit wir Studien besser planen und durchführen können und damit Forschungsergebnisse mehr Anwendung in der Praxis finden. Ihre Erfahrung beeinflusst Ihre Meinung und wir möchten Ihre Meinung in die Gestaltung unserer Forschung einfließen lassen.


Wie kann diese aktive Partnerschaft aussehen?

Die Beteiligung an Forschungsprojekten erfolgt über einen projektbezogenen Beirat, in dem bestimmte Aspekte eines Forschungsvorhabens besprochen werden. Im Vorfeld erhalten Sie  die nötigen Hintergrundinformationen zur Vorbereitung. Anschließend ist der Beirat in seiner beratenden Tätigkeit selbstständig und unabhängig.

Mögliche Fragestellungen können sein:

Sie müssen dabei nicht Ihre eigene Krankengeschichte oder andere persönliche Informationen offenlegen. I


Wer nimmt an einem solchen Beirat teil?

Ein Beirat besteht aus 10 bis 15 Teilnehmer*innen – bunt zusammengewürfelt nach Geschlecht, Alter und Ausbildung. Denn in den Diskussionen sollen die unterschiedlichen Lebenserfahrungen zum Ausdruck kommen.  Menschen mit medizinischer oder therapeutischer Ausbildung sind nicht dabei. Die Gruppenmitglieder müssen nicht von bestimmten Erkrankungen betroffen sein. Sind sie es, können sie die besondere Perspektive von Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen beisteuern.

 

Wie sind die zeitlichen Rahmenbedingungen?

Der Beirat trifft sich 2- bis 3-mal pro Jahr für 2 Stunden. Zur Vorbereitung auf ein Treffen sollten Sie jeweils 1 bis 2 Stunden einplanen.

 

Gibt es eine Bezahlung?

Wir können nicht Ihre Zeit bezahlen, aber zumindest Ihre Fahrtkosten. Bei zusätzlichen Kosten (z.B. durch Kinderbetreuung) und anderen Belastungen (z.B. aufgrund eigener Behinderung oder der von Angehörigen) finden wir sicherlich eine individuelle Lösung.


Unser Verhaltenskodex für die Arbeit im Bürger*innen-Beirat

Wir bitten die Mitglieder darum

• im Vorfeld über die Forschungsthemen nachzudenken
• sich ohne Scheu in der Gruppe zu äußern (es gibt kein Richtig oder Falsch)
• respektvoll miteinander umzugehen
• die Inhalte der Diskussionen vertraulich zu behandeln

Wenn Sie sich für eine Teilnahme interessieren, dann nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf!
 

Ansprechpartner / Kontakt
Kleinert
Dr. rer. med. Evelyn Kleinert
Telefon:
+49 (0) 551 39-65302
Telefax:
+49 (0) 551-39-9530
E-Mail:
evelyn.kleinert@med.uni-goettingen.de
Zusatzinfo:
CV (Deutsch/Englisch)