Forschungsprojekte

RADAR - Anonymisierte Routinedaten aus der ambulanten Versorgung für die Versorgungsforschung

(Förderkennzeichen DFG : HU 1587/2-1)

Was tun Hausärzte, Tag für Tag? Welche Patienten sehen sie, und wie viele? Mit welchen Beratungsanlässen kommen die Patienten in die Praxis; welche Diagnosen erhalten sie? Wie behandeln Hausärzte, was verordnen und was veranlassen sie? Auf diese einfachen und grundlegenden Fragen gibt es in Deutschland kaum Antworten: es fehlt an Informationen über diese alltägliche Wirklichkeit! Es fehlt an systematischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und empirischen Befunden. Hier können Routinedaten, wie sie in jedem Praxiscomputer täglich gesammelt werden, zu einer unschätzbaren Informationsquelle werden. Dazu bedarf es jedoch Standards bei ihrer Erhebung und Auswertung, die vor allem den unverzichtbaren Datenschutz auf höchstem Niveau gewährleisten: Thema und Ziel des RADAR-Projekts.

Hier sollen Routinedaten aus hausärztlichen Praxiscomputern gewonnen werden, in wiederholter, transparenter, „automatischer“ und einheitlicher Weise, bei geringstmöglicher Belastung der Praxismitarbeiter, und unter Berücksichtigung des dabei zwingend erforderlichen Datenschutzes. Fernziel ist eine große Forschungsdatenbank, die repräsentative, anonymisierte Patienten- und Gesundheitsdaten aus ambulanter Versorgung enthält, über lange Zeit, fortlaufend aktualisiert und über verschiedene Versorger hinweg. Mit ihnen können dann auch Daten aus der spezialistischen ambulanten oder stationären Versorgung oder von Forschungskohorten (z.B. aus Patientenberichten oder Biodaten) verknüpft werden, ähnlich dem englischen Clinical Practice Research Datalink (CPRD). Im Einzelnen geht es darum

In einem Anwendungsfall soll die Situation multimorbider, älter Patienten mit Multimedikation betrachten werden, anhand von

(1) longitudinalen Praxisroutinedaten und

(2) querschnittlichen Ergebnissen aus Patientenbefragung (etwa zur Lebensqualität).

Exemplarisch erwarten wir Hinweise darauf, ob z.B. Disease Management Programme (DMPs) positive Effekte auf Gesundheitszustand und Lebensqualität von multimorbiden Patienten haben.

Projektpartner sind

Ansprechpartner / Kontakt
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Dr. med. Johannes Hauswaldt, MPH
Telefon:
+49 (0) 551 39-19942
Telefax:
+49 (0) 551 39-9530
E-Mail:
johannes.hauswaldt@med.uni-goettingen.de
Zusatzinfo:
CV (Deutsch/English)
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