Forschungsprojekte

Kinderwunsch

Viele Paare, die bisher vergeblich auf ein Kind warten, fragen sich, warum es gerade bei ihnen nicht klappt. Zuständig für die medizinische Behandlung ungewollter Kinderlosigkeit sind Fachärzte der Reproduktionsmedizin in Klinik und Praxis. Dennoch ist es einigen Paaren lieber, sich zuerst an einen vertrauten Arzt wenden zu können - und das ist häufig der Hausarzt. Familienplanung und Kinderwunsch sind aber eher selten Gesprächsthema in der hausärztlichen Praxis. Einige Hausärzte empfinden gezielte Nachfragen nach einem bisher unerfüllter Kinderwunsch als Eingriff in die Intimsphäre der Patienten. Patienten dagegen sehen es durchaus als wichtige familienmedizinische Aufgabe ihres Hausarztes, sie auf Probleme bei Familienplanung und Kinderwunsch anzusprechen.

Mehreren Jahren beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit diesen Fragen an der Abteilung Allgemeinmedizin der Universität Göttingen im Rahmen eines Verbundprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Studienergebnisse des Göttinger Projektes zu den Möglichkeiten und Grenzen hausärztlicher Betreuung bei ungewollter Kinderlosigkeit sollten allen Hausärzten zugänglich gemacht werden. Neben kurz gefaßten, fundierten Informationen zur Definition, Häufigkeit, Diagnostik und Therapie ungewollter Kinderlosigkeit finden sich konkrete Handlungsempfehlungen, um ungewollt kinderlose Patienten auch in der hausärztlichen Praxis unterstützen zu können. Zudem sind wichtige Adressen, umfangreiche Literaturangaben und detailliertere Hintergrundinformationen enthalten.

Die Handlungsempfehlungen sind das Ergebnis von Befragungen von Hausärzten (und ihrer Patienten) - also von Ärzten für Ärzte! Keineswegs muß sich nun jeder Hausarzt für die Betreuung bei ungewollter Kinderlosigkeit zuständig fühlen. Vielmehr sollen Hausärzte, die sich bereits in diesem Bereich engagieren, weitere hilfreiche Informationen erhalten. Möglichst viele Hausärzte aber sollen ermuntert werden, sich ebenfalls mit an der Betreuung von Kinderwunschpatienten zu beteiligen - als Angebot an betroffene Patienten, die sich Beratung und (langfristige) Unterstützung durch ihren Hausarzt wünschen.

Hinweis: Diese Projektseite wird nicht mehr aktualisiert und hat Archivstatus.

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Wolfgang Himmel
Prof. Dr. Wolfgang Himmel
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